Während der Jahre, in denen ich im medizinischen Bereich Zugänge für Infusionen legte, wurde mir öfter gesagt, dass ich „gute Hände“ hätte. Auch in anderen Zusammenhängen hat man mich auf meine „heilenden Hände“ oder mit ähnlichen Formulierungen angesprochen. Und so wuchs der Wunsch, nicht nur mein Wissen, sondern auch meine Hände bei meinen Patienten zum Einsatz zu bringen. Hierbei suchte ich nach einer Methode, die zu mir passt und irgendwann hat das Bowen mich gefunden…
Was ist – ganz kurz gesagt – die Bowen-Therapie?
Sie ist eine sanfte und minimalistische manuelle Behandlungsmethode, die vom Australier Thomas A. Bowen entwickelt wurde und sich inzwischen weltweit verbreitet hat. Es handelt sich im Grunde genommen um eine Methode, mit der man dem Körper IMPULSE zur Autoregulation gibt. Diese Impuls-Technik arbeitet dabei vorwiegend an der Fascia superficialis. Dies ist die reich mit Nervenrezeptoren versehene große Körperfaszie, die direkt unter der Unterhaut (Subkutis) liegt und fast den gesamten inneren Körper umhüllt. Hiermit können vor allem Verbesserungen von Gewebe- und Körperfunktionen sowie eine Regulierung des autonomen Nervensystems erreicht werden. So wird Bowen z. B. erfolgreich bei Schmerzen, auch chronischen, der Wirbelsäule, der Schulter, des Kiefers, der Knie, bei Karpaltunnelsyndrom und Fersensporn eingesetzt.